Facebook Places – einchecken & claimen, schon heute auch in .at!

Motiviert von S. Woods’ (Facebook Deutschland) Vortrag auf der buzzattack, haben wir bereits letzte Woche eine Möglichkeit gefunden, Facebook Places auch schon vor dem offiziellen Launch in Österreich zu benutzen. Damit nicht genug – auch das “claimen” von Places ist für Firmen & Organisationen bereits möglich!

Wie funktionierts? Facebook zieht zum aktivieren des Places-Features nicht etwa die Geo-Position heran, sondern prüft wie üblich bloß die IP-Adresse des Clients. Leitet man den Datenverkehr des Clients über einen US-Proxy-Server um, steht Places auch heute schon in .at zur Verfügung! Wer keinen Proxy-Server in den USA zur Verfügung hat, kann auf den kostenlosen VPN-Tunnel von Hotspot Shield zurückgreifen. Wie man das iPhone hierfür konfiguriert, hat Jonny Jelinek (Webfeuer) bereits ausführlich dargestellt. Das Einchecken und Anlegen von neuen Places ist so bereits heute in Österreich möglich.

Wie funktioniert das “claimen” von Places? beim “Claimen” weist man sich gegenüber Facebook als offizieller Vertreter/Inhaber eines Standortes aus. Nach erfolgreichem Claim kann der Standort bearbeitet, und mit einem Logo/Profilbild versehen werden. Im wesentlichen verhält sich ein Standort dann wie eine herkömmliche (Fan-)Page. Eine ausführliche Beschreibung über die Funktionen einer Places-Seite hat Thomas Hutter zusammengestellt.

Leider ist das Claimen nur über den Web-Browser möglich, der entsprechende Link “Is this your Business” im Footer der Places-Seite ist in .at nach wie vor ausgeblendet. Abhilfe schafft wieder Hotspot Shield (“Download”), die auch Client- Software für Mac & Windows anbieten. Ist diese aktiviert, erscheint auch der entsprechende Claim-Link im Browser:

Im folgenden Formular müssen detaillierte Angaben zum Unternehmen gemacht werden – der eigentliche Nachweis kann über den Upload von Firmenbuchauszug oder ähnlichen Dokumenten erfolgen. Die Verifikation über eine dem Unternehmen nachvollziehbar zugeordnete E-Mail-Adresse (“office@socialisten.at”) hat in unserem Versuch nicht geklappt. So wurden wir 2 Tage nach Ausfüllen des Fomulars von einem Facebook-Mitarbeiter zum Upload unseres Firmenbuchauszugs aufgefordert – nach weiteren 2 Tagen wurde der Claim schliesslich bestätigt.

Mit der (Fan-)Page verknüpfen? Über den Link “Merge with existing Page” kann man den ge-claimten Standort anschließend auch mit einer bestehenden (Fan-)Page verknüpfen – da dies aber weitreichende Auswirkungen auf die Darstellung der “Mutter”-Page haben dürfte, haben wir uns dieses Experiment vorerst für später aufgehoben – mehr gibt’s auch diesbzgl. bei Thomas Hutter.

Warum? Neben der Neugierde, ein neues Facebook-Feature schon vor dem offiziellen Start ausprobieren zu können (die wohl nur eingefleischte Social-Media-Geeks nachvollziehen können ;)), sind Places vor allem deswegen interessant, weil sie uns mitunter schon einen Vorgeschmack auf die nächste Evolutionsstufe herkömmlicher (Fan-)Pages geben können.  Die angekündigte Umstrukturierung von Tabs/Reitern zu Menüpunkten in der linken Sidebar ist hier etwa schon vollzogen, während der Dialog zum Pinnwand-Posting eher an die neuen Groups erinnert. Mehr dazu gibt’s übrigens bei facebookmarketing.de.

Und jetzt: viel Saß beim einchecken, Places anlegen, und claimen! :)

About Author

Michael Kamleitner

Michael Kamleitner is CEO & Product Manager at Swat.io, a Social Media Management solution that’s helping companies to improve their customer support & content management on Facebook, Twitter, Instagram and others. Swat.io is currently used by companies such as 3Österreich, Hitradio Ö3, ÖBB, Focus Online and Burda Intermedia. Follow Michael on Twitter, Facebook or Google+!

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